Risikomanagement für Online Shops mit Rechnungskauf unverzichtbar?

Trotz aller Lehren, die Finanzinstitute aus den vergangenen Krisen gezogen haben, besteht weiterhin ein Ungleichgewicht zwischen den aktuellen Anforderungen
an das Risikomanagement und der praktischen Umsetzung. Dies stellt eine gemeinsame Umfrage von SAS und der Economist Intelligence Unit (EIU) fest.
Die Ergebnisse wurden auf der diesjährigen SAS Business-Konferenz „Premier Business Leadership Series“ in Antwerpen vorgestellt.

Risikomanagement ist die systematische Erfassung und Bewertung von Risiken sowie die Steuerung von Reaktionen auf festgestellte Risiken.
Es ist ein systematisches Verfahren, das in vielfältigen Bereichen Anwendung findet.

Risikomanagement im weiteren Sinn beinhaltet den Umgang mit allen Risiken, die aus dem Führungsprozess und den Durchführungsprozessen in einer Unternehmung entstehen können und beschränkt sich nicht nur auf die Handhabung versicherbarer Risiken (Insurance Management). Während die Unternehmungsführung grundsätzlich die Realisierung der generellen Unternehmungsziele verfolgt, will das generelle Risikomanagement als ein Bestandteil der Führung eine Abweichung von diesen Zielen verhindern.

Risikomanagement umfasst:

  • Festlegungen von Zielen auf Basis der Definition von Strategie, ggf. auch Visionen der das Risikomanagement anwendenden Stelle
  • Definition von Werttreibern oder kritischen Erfolgsfaktoren zur Erreichung von Zielen
  • Festlegung einer Risikomanagement-Strategie
  • Identifikation von Risiken (im Finanzrisikomanagement mit „Exposure-Ermittlung” bezeichnet)
  • Bewertung/Messung von Risiken
  • Bewältigung von Risiken
  • Steuerung der Risikoabwehr
  • Monitoring, also Früherkennung
  • Strukturierung und Dokumentation in einem Risikomanagementsystem

Die Risikokontrolle soll gewährleisten, dass die tatsächliche Risikosituation der Unternehmung mit der geplanten Risikoprofilsituation übereinstimmt.
Zur Unterstützung der Kontrolle ist es sinnvoll, ein Berichtswesen in der Unternehmung zu implementieren, das die Risikosituation aufzeigt, die Risiken
im Zeitablauf darstellt und einen Gesamtüberblick ermöglicht.

Risikomanagement für Online Shops mit Rechnungskauf unverzichtbar? Nein, sicher nicht! Für Banken unterteilt man das betriebswirtschaftliche Gesamtrisiko in ein operationelles Risikomanagement (z. B. durch Ausfälle in der IT), das Kreditrisiko (d. h. den Ausfall von Kreditnehmern), das Kontrahentenrisiko (d. h. den Ausfall von Kontrahenten bei Handelsgeschäften) als besonderen Teil des Kreditrisikos, das Liquiditätsrisiko (fällige Gelder können nicht aus den flüssigen Mitteln bedient werden, Geschäfte können auf Grund mangelnder Marktliquidität nicht zu den erwarteten Bedingungen abgeschlossen werden) und das Marktrisiko (z. B. Wechselkursrisiko, Zinsänderungsrisiko). In der Praxis wird oftmals das Reputationsrisiko (Risiko des Ansehensverlustes durch geschäftspolitische Entscheidungen o. Ä.) separat vom operationellen Risiko betrachtet. Den systematischen Ausfall mehrerer Geschäftspartner aufgrund von Branchenrisiko oder Länderrisiko bezeichnet man in der Kreditwirtschaft auch als Klumpenrisiko.

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